VORLESESERVICE FÜR PATIENTEN MIT VORÜBERGEHENDEN LESESTÖRUNGEN

Die Absicht ist es,  Patienten, für die das Lesen zu anstrengend ist, die Möglichkeit zu ihrer Lektüre trotzdem zu geben, indem man ihnen vorliest. Lesestörungen gehören – zum Beispiel nach Schlaganfällen – zum Krankheitsbild. Für Patienten, welche das Lesen gewöhnt sind, kann dieses plötzliche Unvermögen als sehr demütigend empfunden werden, hat der Kranke doch damit genug zu tun, die äußerst unangenehmen Bewegungseinschränkung zu verarbeiten.

Was Hörbücher nicht leisten können, nämlich auf momentane Verständnisprobleme einzugehen, kann sehr wohl ein Vorleser bewirken. Dem Vorleser ist es möglich, auf persönliche Bedürfnisse für bis zu drei Zuhörern einzugehen (versorgt wird jeweils ein Krankenzimmer)

Repertoire

Im Vordergrund steht der Patient mit seinen subjektiven Wünschen. Daher lese ich grundsätzlich alles, was dem Kranken Freude macht und was sich dieser wünscht. Von der Illustrierten über Kurzgeschichten bis zum Roman in Folgen. Als Vortragseinheit empfehle ich bis zu einer Stunde, da darüber hinaus das Zuhören schon sehr anstrengend wird. Die tatsächliche Lesezeit ist natürlich auf die jeweilige Befindlichkeit des Patienten abzustimmen.

Was ist meine besondere Qualifikation?

Ich kenne die Problematik sowohl als Patient, als auch als Leser. Die Idee zu diesem Service entstand während eines eigenen Krankenhausaufenthaltes, als ein Zimmergenosse verzweifelte, weil er seine „Krone“ nicht lesen konnte. Ich begann, ihm vorzulesen. Es erwies sich anfangs als sinnvoll, immer wieder nachzufragen, ob das Gelesene auch angekommen wäre, was sich mit zunehmender Gewöhnung jedoch rasch verbesserte. Ich kann daher neben  meiner Ausbildung als Schauspieler und Sprecher auch noch die Kompetenz im Umgang mit Patienten bieten.

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