Memento mortis

Des menschen leben ist wie gras /
Noch ist es grün / dann blaß und dürr.
Dreh Dich nicht um/schon steht er hier/
Der meiner jugend odem fraß.

Sein Gier ist groß / entrinnst ihm nicht /
Uns allen gilt sein appetit.
Er nimmt die reinste jungfrau mit
Der ´s wohl an tugend nicht gebricht.

Mit händlern wird er handelseins
(das heißt er übertölpelt sie).
Da hilft dir auch nicht dein genie /
Kein mal, sei´s Abels oder Kains.

So klug war noch kein philosoph /
Daß er des hmhm list entkam
´s hilft Dir kein lachen / kein “Erbarm!”/
Kehrt er doch ein an jedem Hof.

Nimmt Bischof und auch ministrant /
Die putzfrau und auch die barons
Schont armut nicht /  auch nicht des Throns
Geht unerbittlich übers Land.

Nur ich / ich bin ein häselein
Mich kennt er nicht / mich findt er nicht
Schon gar nicht bei dem kargen licht
Wo ich mich berg im gräselein

Des menschen leben ist wie gras.
Drum bau ich grade hier mein nest.
Bei soviel menschen / glaub ich fest
Sieht er mich nicht / mich kleinen has

en. Dies war noch kein totentanz /
Doch laß die warnung an Dein Ohr /
Spott seiner nicht / da sei davor!
Sein nam ist Hein / nenn ihn nie Franz

ech